Kollisionsmarke mit Kriegsgefahr

Kollisionsrecherchen sind manchmal auch ganz unterhaltsam. Heute haben wir von einem Angriff auf eine wohl unbenutzt Marke abgeraten: die Inhaberin verfügt über eine eigene Armee…

Dabei hätten wir unter normalen Umständen geraten, die Benutzungslage zu prüfen, weil es angesichts des ambitionierten Schutzumfangs doch recht wahrscheinlich wäre, dass die schon seit über einem Jahrzehnt angemeldete kanadische Marke „PIKA“ nicht geltungserhaltend benutzt wurde. Kanadadisches Markenamt

Sie beansprucht nämlich – ziemlich ambitioniert – Schutz in den Klassen

1,2,3,4,5,6,7,8,9,10,11,12,13,14,15,16,17,18,19,20,21,22,23,24,25,26,27,28,29,30,31,32,33,34,35,36,37,38,39,40,41,42,43,44,45.

Der Angriff wäre absehbar etwas dadurch erschwert worden, dass das Register nur die Nizzaklassen angibt, ominöser Weise aber keine einzelnen Waren oder Dienstleistungen.

Der Hintergrund der Sonderbehandlung dürfte mit dem Status der Anmelderin zu tun haben, wie wir dann herausgefunden haben.

Bei einer Markeninhaberin mit eigener Armee haben wir dann doch lieber dazu geraten, einem Konflikt aus dem Weg zu gehen:

Her Majesty the Queen in Right of Canada, as represented by the National Library of Canada.

Zwar hat Lübeck in der Vergangenheit mal Dänemark den Krieg erklärt, so dass man grundsätzlich ja keine Angst vor großen Namen haben sollte. Ist aber auch nicht gut ausgegangen für Lübeck – also vielleicht ein andermal…

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