BGH: „Genau, Christian.“ – Das Urteil des BGH zur fehlenden Pflicht zur Mitwirkung bei Zustellungen ist da

Das erlebt man nicht alle Tage: da stelle ich mich gegen die gesamte berufsrechtliche Literatur und eine respektabel Anzahl von Anwaltsgerichtsentscheidungen, und der Bundesgerichtshof gibt mir Recht. Das Urteil (BGH, Urt. v. 26.10.2015,  AnwSt (R) 4/15) liegt jetzt im Volltext vor. Macht Laune.

Ich hatte es schon im Detail geschildert, daher hier nur noch einmal die ganz kurze Zusammenfassung:

Es gibt keine berufsrechtliche Verpflichtung, bei einer Zustellung von Anwalt zu Anwalt zu Lasten des eigenen Mandanten mitzuwirken. Das hat die ganze Welt bis zu einem bewölkten Nachmittag des Jahres 2012 anders gesehen, als mir nämlich auffiel, dass diese Auslegung unseres Berufsrechts doch irgendwie angreifbar sei.

Das von mir damals gefundene Ergebnis hat der Bundesgerichtshof – trotz heftigen Gegenwinds in der berufsrechtlichen Literatur – nun bestätigt, und zwar mit

diesem Urteil.

Enjoy.