Vom Fachmann für Kenner

„Moderne“ Diktiertechnik ist genau das nicht – modern. Elendes Gefummel mit schlechter Client-Software, SD-Karten und dem händischen Rüberkopieren von Dateien ist ziemlich 90er. Philipps hatte jetzt eine extrem naheliegende Idee: nehmen wir doch diese Strahlen aus den Interwebs und beamen Diktate! Weltneuheit! Gut gedacht…

Bei Durchsicht der Beschreibung des Teils – das auf Android-Basis läuft (!) – kam zunächst Hoffnung auf: es sieht aus wie ein Smartphone mit Schiebeschalter. Aber irgendwas fehlte. Es schloss sich folgender Austausch mit einem namhaften Bürotechnik-Unternehmen an:

„Was sich jetzt allerdings nicht aus Ihrer Beschreibung ergibt: das Ding hat auch eine Telefonfunktion, ja? Damit man nicht zwei Geräte mit sich herumtragen muss, richtig? Weil das der eigentliche Vorteil so einer Lösung wäre, nicht?

Bitte sagen Sie mir, dass die kein Schiff gebaut haben, das fliegen, aber nicht schwimmen kann…“

Doch, hat man:

„Man hat ein Schiff gebaut, das schwimmen kann und neben Kino auch einen ordentlichen Pool eingebaut hat. Also keine Telefonfunktion.“

Man kann damit also diktieren. Wie mit meiner Handgurke von Anno 2005. Zum Überspielen von Diktaten unterwegs muss man sich erst ein WLAN suchen. Ebenfalls wie Anno 2005. Mann, das ist ja ein echter Mehrwert…

Wie kann man nur so zielsicher daneben schießen?

 

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